Montag, 21. April 2014

Airbus A332 - Air China

Ich fliege heute mit einer Airbus A332, was eigentlich eine A330-200 ist.
Sie steht schon am Gate bereit und wird für unseren Flug vorbereitet.
Wer möchte kann meinen Flug ja wieder verfolgen. Die Flugnummer is CA962.
Webseiten zur Flugverfolgung gibt es ja genügend, hier zum Beispiel flightaware.com
Hier gibt es auch Fotos und Infos zu der Maschine.
Apropos Foto. Ich habe eins von der Maschine am Gate gemacht und erst nach dem Knipsen bemerkt, dass im Hintergrund eine Lufthansamaschine rangiert wurde die in der klassischen Variante und dem klassischen Schriftzug gestrichen ist. Sieht man so heutzutage auch nicht mehr oft ;-)



Bis denn, Fink!

Los gehts

So, jetzt geht es los. Dieses mal mit dem IC Bus der Deutschen Bahn. Es wird eine recht schnelle und günstige Verbindung von Nürnberg zum Münchner Flughafen angeboten. Das tolle: es ist eine Direktverbindung. Kein Umsteigen am Münchner Hauptbahnhof nötig.

Und Internet gibts im Bus auch ;-)

Mittwoch, 16. April 2014

Hakone - von schwarzen Eiern und Piratenschiffen

Hallo und herzlich willkommen zum vorerst letzten Teil der Serie.
Aber keine Sorge, ich hatte ja im letzten Post von einer Überraschung gesprochen die euch milde stimmen wird (hoffe ich zumindest). Dazu aber später mehr. 

Heute möchte ich von meinem Ausflug zum Hakone Nationalpark berichten.
Der name sagt euch nichts? Kein Problem. Mir damals auch nicht. Mein Wunsch war damals den Fuji-San, also den "Heiligen Berg" Japans zumindest einmal zu sehen. Besteigen ging leider nicht, da es nur erlaubt ist ihn in der Saison von Juli bis August zu erklimmen.
Angeblich kann man es auch den Rest des Jahres, aber dann sind weder die Berghütten auf und es gibt auch keine Führungen.
In den verschiedenen Reiseführern wurde als Tagesauflugsziel von Tokio aus immer wieder der Hakone Nationalpark empfohlen, eben auch weil man von dort aus den Berg sehen konnte den alle sehen wollten.


Mit dem Zug ging es von Tokyo aus gen Südwesten. Ich glaube es waren 2 Stunden, bin mir aber nicht mehr so sicher. Am Ende kam man in einem kleinen Städtchen namens Gora an, von wo aus man mit einer recht steilen Bahn weiter den Berg hinauf fahren musste.

Da ich einer vorgeschlagenen Tour aus dem Reiseführer folgte brauchte ich mir keine großen Gedanken um die jeweiligen Reisemöglichkeiten machen. Das war auch einmal sehr entspannend. Zumal ich das Gefühl hatte in Gora etwas zu verpassen wenn ich nur von Zug zu Zug gehe. Da ich aber auf dem gleichen Weg zurück wollte konnte ich mir auch alles noch in Ruhe anschauen wenn ich wieder hier durchkam.







Da fährt sie wieder hinab.
Oben angekommen musste man ein paar Schritte gehen um zur Seilbahnstation zu kommen. Diese sollte einen dann weiter hoch bringen. Dass der ganze Park mehr oder weniger in einer Hügellandschaft liegt könnt ihr euch ja nun schon denken.


Hier ein paar Blicke aus der Gondel.









Leider war kein allzu blauen Himmel. Immer wieder kamen recht große Wolkenbänle am Himmel entlang gezogen. Es sah natürlich auch schon aus, aber manche Landschftsaufnahmen hätte ich mir ohne gewünscht.





Wir überqueerten gerade die nächste "Kuppe", als es plötzlich penetrant anfing nach Schwefel zu stinken. Nein, es war kein Fahrgast aus der Kabine!
Als wir über die Kuppe hinweg waren erkannten wir woher der Geruch kam.
Ein ganzer Berghang war schlichtweg Geröll. Kein Baum, kein Strauch. Nur Steine. Und dazwischen immer mal wieder Rauchsäulen. Der Geruch kam also von Schwefeldämpfen die hier aus dem Boden stiegen. Aktiver "Vulkanismus" der zeigt wie es unter der Erdoberfläche brodelt. Und wir kamen ihm immer näher. Die wollten uns doch nicht etwa als Opfergabe in einen Krater werfen, oder....?















Nein, wollten Sie nicht :-)

Die stinkende Gegend ist Teil der Naturparks und eine große Touristenattraktion.
An der "Bergstation" angekommen musste man sich aber trotzdem erst einmal orientieren. Immerhin stank es doch recht penetrant und je nach Windrichtung bekam man entweder Kopfschmerzen, oder man konnte einigermassen klar denken.



Fand ich irgendwie witzig.






Dass man Hello Kitty in Japan überall antrifft ist ja mittlerweile durchaus bekannt, aber was zum Geier sollte das sschwarze Dings da sein? Und überhaupt ... warum?

Ganz einfach. Es handelt sich um ein "schwarzes Ei". Bitte jetzt nicht mit den 1000 jährigen Eiern aus China verwechseln. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass diese innerlich so riechen wie hier oben die Luft.
Die schwarzen Eier jedenfalls sind eine wohl über alle Massen hinaus bekannte Delikatesse, oder zumindest ein Tourisetnköder ;-) Frische Hühnereier werden in Metallkörben in Becken mit heißem Schwefelwasser, dass hier an die Erdoberfläche tritt, gehangen und gekocht. Dabei reagiert das Kalk der Schale wohl mit der chmischen Brühe im Becken und die Eier werden schwarz.
Danach sind sie immernoch essbar und werden für 5 Euro die 3 Stück am Stand verkauft und auch meist gleich gegessen.
Da die hiesige Luft und der Geruch bei mir den Appetit in den Urlaub geschickt hatten, konnte und wollte ich mir diese Delikatesse entgehen lassen.


Weiter ging es dann zu Fuß zu ein paar Schloten und der "Fuji-san Aussichtsplattform".









In diesen Becken werden die Eier gekocht.



Stolz auf 1050 Meter Höhe.



Nun ist es endlich soweit. Verneigt euch in Ehrfurcht und zollt dem heiligen Berg euren Respekt ... wenn er denn gerade hinsieht.
Leider war die Sicht nicht so toll. Man konnte den Berg schon in der Ferne ausmachen, aber nach und nach kamen immer mehr Wolken auf. Trotzdem, schön ihn einmal gesehen zu haben.





Für die Portraitfotos vor dem Berg war er dann doch ein wenig zu weit weg und die Wolken zu dicht.
Schade, aber was soll man machen.



Ach, ja. Den hätte ich ja beinahe ganz vergessen.
Darf ich vorstellen, Keith Lilly. Seines Zeichens kanadischer Rentner und seitdem Weltenbummler.
Wir haben auf der seperntinenartigen Fahrt zur ersten Station (Gora, erstes Bild) nebeneinander gesessen und da wir die einzigen beiden Nicht-Japaner waren, sind wir auch schnell ins Gespräch gekommen. Mein Glück war, dass er aus dem englisch sprechenden Teil Kanadas kommt, denn mein francais ist trés eingeröstet.
Jendenfalls wollte er mehr oder weniger die gleiche Tour machen wie ich und so sind wir den Rest des Tages zusammen losgezogen die Welt zu erob... moment, falscher Text, ... zusammen losgezogen die Welt zu erkunden.

Hier noch ein kleiner Tip. Keith hat eine eigene kleine Homepage auf der er seine selbstgeschriebenen Geschichten postet. Auf Picasa zeigt er dann auch die B ilder seiner Reisen.
Wer möchte kann sich dort ja einmal hin verirren:
Geschichten - www.storyfreeforall.com
Bilder - http://www.picasaweb.google.ca/keith.g.lilley



Danach ging es dann auf der anderen Seite des Hügels wieder mit einer Seilbahn hinab in Richtung See. Über diesen wollten wir dann später mit ein paar Piratenschiffen fahren... Arrrrr


Da schipperte auch schon eines der Piratenschiffe.

Auch wenn es hier so aussieht, die Schiffe sind motorisiert und haben nicht ein einziges funktionierendes Segel. Ebenso ist alles andere nur aus Plasik. Die Matrosen, die Kanonen und die Papageien.







Und los ging die wilde Fahrt auf dem ruhigen See. Ahoi.
Das ein oder andere winzige Bötchen kreuzte unseren Weg, aber darauf können echte Piraten natürlich keine Rücksicht nehmen.




Matrose Plastikrohr-Weitblick.


Mit an Bord war übrigens auch eine Hochzeitsgesellschaft für die das komplette untere Deck reserviert war. Zum Glück hat es nicht geregnet.















Nach der Ankunft gab es erst einmal ein leckeres Mittagessen. Ramen :-)


Nach der sehr leckeren Stärkung mussten wiruns überlegen wie es weiter geht. Da die Anlegestelle ein kleines Stückchen von der Zugstation entfernt war wo wir wieder hin wollten, hätten wir a) laufen, b) den Bus oder c) das Schiff (und die Seilbahn zurück) nehmen können.

Da laut Reiseführer ein ehemaliger kaiserlicher Garten und ein historischer Zedernpfad vor uns lag, nahmen wir die Herausforderung des Wanderns an.
Zu unserer Überraschung gab es dann auch schon nach kurzer Strecke etwas zu bestaunen.

Hier war doch tatsächlich eine alte Zollstation aus Samuraizeiten, inklusive Plastikfiguren von Mensch und Tier, nachgebaut und als Freiluftmuseum zu bestaunen. Dazu sollte man wissen, dass hier zu früheren Zeiten ein wichtiger Handelsweg durchführte. Diese "Strasse" verband die Städte Kyoto und Tokyo. Hier an dieser Stelle war eine Grenze zwischen zwei Herrschaftshäusern und eine Zollstation.


Szenen des täglichen Lebens. Kochen. Tee trinken.



Die Waffen sahen beeindruckend echt aus.




Vom Aussichtsplatz hatte man tatsächlich eine tolle Sicht.


Nachdem wir jede kleine Hütte (inklusive nachbau des Plumpsklos) besichtigt hatten ging es den Weg weiter zum ehemals kaiserlichen Garten. Es war schon mehr ein Park als ein Garten und allein die Pflanzenwelt zeugt davon in welchem Land man sich befindet.




Im Zentrum des Parks steht ein zweistöckiges, nach englischem Vorbild errichtetes, Herrenhaus.

Angeblich soll man vom Balkon im zweiten Stock den Fuji-san sehen. Bei uns waren leider nur Wolken da, obwohl das Wetter besser wurde.


Neben der Tür hing ein Foto wo man sehen konnte wie man den Fuji-san sieht, wenn man ihn denn sieht ;-)







Auch ein kleiner Fischteich durfte nicht fehlen.

Nun ging es aber tatsächlich zum historischen Zedernpfad. Auf Anweisung des Kaisers Soundso im Jahre annodazumal (jaa, tut mir leid, auch ich kann mir nicht alles merken :P) wurden am Rande dieser wichtigen handeslstrasse Zedern gepflanzt, da sie "im Sommer reichlich kühlen Schatten spendeten und die Handelsreisenden erquicken", oder so ähnlich.



Am Ende des Pfades kam dann die nächste kleine Ortschaft in Sicht von der aus wir mit dem Bus zurück in Richtung Gora fuhren. Dort angekommen wollte ich mich ja noch ein wenig umsehen. Und siehe da, ein Schild wies mir den Weg zum "Botanischen Garten". Ein Stück den Hang hinauf (der ganze Ort besteht nur aus "Hang") fand man Einlass in einen alten, aber gepflegten Blumengarten in dem sich an manch stiller Ecke aber noch kleine Kostbarkeiten, wie ein altes Teehaus finden ließen.


Leider war die Teezeremonie schon ausgebucht und man konnte nicht einfach so dazu gehen.






Nachdem auch dieser Park erkundet war ging es zurück zur Bahn um ins Tal zurück zu fahren. Dabei entdeckte ich aber noch ein paar Schilder auf denen auch in Englisch auf das ansässige Onsen hingewiesen wurde. Kurzentschlossen stiegen wir an der nächsten Haltestelle aus (die lagen hier zum Glück nicht zu weit auseinander) und machten uns auf den Weg zu den heißen Quellen.
Leider habe ich vom Inneren und den Außenbereichen keine Bilder, aber da würde man eh nur ältere nackte Japaner sehen die sich köstlich darüber amüsieren wie ein jüngerer nackter Nicht-Japaner versucht sich nicht zu dämlich anzustellen :-)
Alles in allem war der Besuch aber sehr toll. Die japaner sehr nett, hilfbereit und Englisch kundig. Das Wasser heiß und der Außenbereich wie man ihn sich wünscht. Ein Natursteinbecken, Bambuswände und die leisen Geräusche plätschernden Wassers. Beinahe wäre ich sogar eingeschlafen.

Das Onsen von außen.
Nach der Erholung ging es mit dem Zug zurück nach Tokyo wo ich erfreut feststellen musste, dass mein heimweg durch ganz viele Laternen geschmückt war.




Nach diesem ereignisreichen, aber anstrengenden Tag bin ich einfach nur noch ins Bett gefallen und, soweit ich mich erinnere, mit einem Lächeln eingeschlafen.


So, liebe Leute. Das wars. Mehr gibts nicht. Finito. Aus. Ende. Vorbei.
Das waren die Bilder und Geschichten meines Aufenthaltes im Land der aufgehenden Sonne im Herbst 2012. Ja, 2012. Mein Gott ist das schon wieder lange her und noch mein Gotter (entschuldigt liebe Germanisten ;-), wie lange habe ich gebraucht um das alles hier mal zu zeigen.

Und nun wollt ihr wissen? Tja, das ist eine gute Frage. Ich verrate es euch und lüfte damit die schon angekündigte Überraschung!
*Trommelwirbel*

Ich fliege bald wieder nach Japan! *freu*

Jawohl, ihr habt richtig gelesen. Nach Ostern geht es los. Leider reise ich wieder alleine. Gerade hier hatte ich gehofft meine bessere Hälfte für eine Änderung des Plans zu gewinnen, aber aus mehreren Gründen ist es leider nicht möglich.

Insgesamt bleibe ich knapp 6 Wochen weg. Wo ich genau bleibe und was ich genau mache, das schreibe ich demnächst.

Bis dahin sage ich erst einmal Tschüß und hoffe, dass es euch wieder ein wenig gefallen hat hier zu lesen.

Bis bald, euer Fink!